Die Poes im Riesengebirge 1996/1997

Vilsen - Magdeburg - Dresden - Görlitz - Jelina Gora - Bela u Pecky

Es war ein herrlicher, sonniger Tag mit einem frischen, nicht all-zu starken Wind. Wir verließen das Tal, stiegen den Hügel zur Liftstation empor und blickten ins Tal von Pec hinunter, auf den zugefrorenen Bach, die Menschenmenge, die sich wie eine Amei-senkolonne zu uns empor schlängelte, die verkümmerten Bäume, die wie traurige weiße Zwerge auf den Hängen weilten.

Es war hier genauso kalt, wie am Morgen, -28 C. Die Kinder trugen dicke Overalls, die vom Kopf bis zu den Füßen reichten, so daß die Kleinen wie pummelige, freundliche Trolle aussahen. Auch die Erwachsenen hatten sich von Kopf bis Fuß mit ange-messener Kleidung versehen. Wir fuhren mit der Bahn bis zur Mittelstation zum Gipfel. Am Körper war es noch warm. Doch vom Sitz aus drang die Kälte durch die Hosen. Auf dem Weg zum Gipfel hatte ich das Gefühl, dass mein Atem in winzige Eiskristalle gefror und als ein kleines Schneewölkchen davon flog.

Nicht alle hatten es bis zum Gipfel der Schneekoppe geschafft. Doch denjenigen, die sich tapfer bis zum höchsten Berg des Rie-sengebirges gekämpft hatten, bot sich ein atemberaubender Blick über die Wolken und ein wunderbar heißer Tee.