Vogesen-Alpen-Tour 2000

Süstedt - Strassbourg - Thann - Chamonix - Zermatt - Süstedt

In nur wenigen Minuten schwebten Martina und Stefan mit der ersten Bahn auf eine Höhe von 2300 Meter. Zu ihrer Rechten konnten sie das Massiv und den Gipfel des Mont Blanc bewundern sowie den Glacier des Bossons. Links sahen sie die Aiguille Verte, die Drus und die Aigulle des Chamonix. Sie stiegen um und fuhren weiter. Es dauerte nicht lange, dann sahen sie die Gletscherzunge des Glacier des Pelerins und die herabhängenden Eiszapfen an der Nordseite des Aigulle du Midi. Noch einmal stiegen die beiden um, diesmal in einen Fahrstuhl, der sie direkt auf die frisch verschneite Gipfelterrasse, der Piton Central, brachte.

Welche eine Aussicht erwartete die beiden! Im Vordergrund breitete sich das grüne, freundliche Tal von Chamonix aus; darüber erhoben sich die vergleichsweise sanften Höhenzüge des Brevent, der Aiguilles Rouge und des berühmten But. Am äußersten Horizont erschien die duftige Silhouette des langgestreckten Jura und vor ihm glitzerte die blaue Fläche des Genfer Sees. Nach Westen hin waren es besonders das weit offene Tal der Arve mit dem prächtig hingegossenen Sallanches, dann die formenreichen Kalkmassive um die Seen von Annecy und Chambery, welche die beiden entzückten. Welch ein Bild der Erhabenheit und majestätischen Größe zwang die beiden, ihre Köpfe in den Nacken nach rückwärts zu beugen, als sie nach Süden schauten! Unvermittelt stiegen da der massige Mont Blanc du Tacul, der scharfgekantete Mont Maudit und endlich der glänzende Monarch selbst in strahlendem Gewand des frischen Schnees, der weiße Berg, in mächtigem Schwung in die Lüfte. Martina und Stefan waren geblendet von seiner strahlenden Helligkeit - weiser, weißer Berg.



aus: Der weisse Berg