Cherusker's interaktive Reise in den Mai
2004 © alter Cherusker
 
Flechtinger See  

Wir fuhren in die wunderbare Landschaft der Altmark in den kleinen Ort Flechtingen. Rund um einen idyllischen See erstreckten sich mittelalterliche Burganlagen, errichtet aus Feldsteinen, und eine Kuranlage, die sich bis in einen Wald von Fichten und Kiefern hinein zog. Im Wintergarten des Gasthofs See- terrasse hatten wir einen unübertrefflichen Blick auf den See. Eine witzige und außer- ordentlich galante Bedienung versorgte uns mit köstlichen Speisen.

Es lag nahe, dass ich im Anblick des Sees an Fische dachte, und es erschien mir nichts selbstverständlicher, als auch einen Fisch auf meinem Teller zu wissen. Durch das Blätterdach einer blühenden Kastanie schimmerte die Sonne und erwärmte uns mit ihren Strahlen. Genuss! Genuss! So genoss ich mit dem Verstand, dem Herzen und der Zunge.



  Essen im Gasthof Seeterrasse
Schloss Flechtingen  

Nach dem üppigen Mahl gelüstete es den Beinen nach einem Spaziergang durch die fabelhafte Maienlandschaft. Es schien, als hätte die große Gärtnerin an einem Dichtertraum gearbeitet. Meine sonst üppige Phantasie hätte sich nichts Schöneres erdenken können als diesen Teich, von blühenden Linden und Kastanien gerahmt, auf dem sich Paare verliebter Schwäne und Enten vergnügten. In einem kleinen Wäldchen, unmittelbar am See, brachten wir im Stillen eine vergnügte

Stunde zu. An den Bäumen erschien ein Grün, bald gelblich, bald bläulich, wie es wohl nur der Mai hervorzubringen in der Lage ist. Was aber dem Ganzen eine wunderbare Anmut verlieh, war ein starker Duft nach Frische, der sich von überall her auszubreiten schien. Und plötzlich sah ich keine Natur mehr, sondern Bilder, wie sie ein Renoir gemalt haben könnte.

  Manu und ihre Eltern Cherusker Sascha
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