Tagestour nach Helgoland 2004 © alter Cherusker
 
 

Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand - das sind die Farben von Helgoland.

Helgoland ist ein kleines Paradies mitten in der Nordsee. Wir werden diese einzigartige rotschimmernde Insel nicht so schnell vergessen und waren begeistert vom Beginn unserer Minikreuzfahrt bis zu ihrem Ende.

Auf dem stolzen weißen Schiff "Helgoland" verließen Bremerhaven, fuhren vorbei am Containerhaven, an den riesigen Kreuz- fahrtschiffen und an Leuchttürmen. Es war windig auf Deck, so dass uns die wärmenden Decken sehr gefielen. Von dunklem Grau war der Himmel, und nur manchmal lugte die Sonne zwischen den Wolken hervor. Ein scharfer Wind pfiff uns um die Ohren und brachte das Schiff ins Schlingern. Bald waren wir nur noch vom Meer umgeben. Kein Land weit und breit. Ein eigenartiges Gefühl für Landratten, wie wir es sind.

Es war ein besonderer Ort, eine abgeson- derte kleine Welt, eine Nussschale im großen weiten Meer, das sich in einem dunklen Blaugrau bis zum Horizont erstreckte. Hinter uns verlor sich der weiße Streifen der von der Schraube aufgeschäumten See als wedelnder Bindfaden.

  Fähre Helgoland  
aus der Geschichte

    Helgoland hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Auf der nicht einmal 1 km2 großen Insel spielte sich im Laufe der Jahrhunderte eine spannende Entwicklung ab.

Der Heilige Willibrod entdeckte um 700 die Insel und nannte sie "Fosetes-Land". Um 1400 nannte man sie "De Hillige Land" - das ehilige Land. 1496 nahmen die Bremer die Insel in Besitz. Später wechselten die Oberhohheiten fast jährlich, bis 1807 die Engländer die Insel in Besitz nahmen. 1890 tauschten die Engländer die Insel mit Deutschland gegen Handelsrechte auf Sansibar. 1945 wurden die Bewohner evakuiert. 1947 wollten die Briten die Insel völlig zerstören. Das gelang aber nicht. 1952 kehrten die Inselbewohner wieder zurück in ihre Heimat. Und seit 1962 ist Helgoland ein anerkanntes Nordseeheilbad.

 
Fotoimpressionen
 
Ausbooten
 
  an Bord der Helgoland
Manu an Bord der Helgoland
 

Nach drei Stunden auf hoher See erblickten wir am Horizont endlich die Insel. Nun begann etwas Merkwürdiges. Unser Schiff legte nicht an einer Anlegebrücke an, sondern ankerte unweit des Festlandes. Wir Passagiere wurden mit kleinen Motorbarkassen ausgebootet, das heißt, wir mussten in noch kleinere Nussschalen umsteigen, um an Land gebracht zu werden. Glücklich landeten wir an der Anlegerbrücke auf dem Unterland.

Die Zeit war begrenzt. Also folgten wir dem Strom der anderen, der direkt auf den bekannten "Lung Wai" führte.

 
  beim Ausbooten   Seebäderschiffe im Hafen  
  beim Ausbooten auf der Barkasse   Seebäderschiffe im Hafen  
 
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