Tagestour nach Hameln 2004 © alter Cherusker
 
Rattenparade

Rattenfänger
Fachwerkhaus
  Einst kam nach Hameln ein wunderlicher Mann,
und er versprach, dass er die Ratten fangen kann.
Ein Batzen Gold sollte rechter Lohn ihm sein,
Wenn er könnt' die Stadt von Schädlingen befrei'n.

Zunächst pfiff er auf seiner Zauberflöte,
Und lockt' die Ratten in der Morgenröte
Zur Stadt hinaus ins kalte Weserwasser,
Bis das der Tod die Biester färbte blasser.

Dann wollt' der Rattenfänger seinen Lohn,
Doch er bekam nur Spöttelei und Hohn.
So ging er fort und war ganz arg verdrossen
Auf undankbare Hamelner Genossen.

Noch einmal kehrt' er in die Stadt zurück,
Und spielt' auf seiner Pfeife dasselbe Stück.
Nun folgten ihm Knaben und Mägdelein
Hinaus aus der Stadt in den Berg hinein.

Verschont blieben nur zwei von den Kindern,
Doch konnten sie die Schmerzen nicht lindern.
Und die Moral von der Schauergeschichte,
Dass man den versprochenen Lohn entrichte.






Straßencafe
 
 
  In meinem Heimatland, nicht weit von meiner Stadt,
   Ging ich spazieren durch den farbenfrohen Wald,
Der Herbst hat angemalt so manches grüne Blatt,
   So dass es leuchtet braun und rot und gelbe bald.
Die Sonne schielt so heiter durch das lichte Laub,
   Und über mir nach Süden laut der Kranich zieht,
Durch Eichenblattwerk rieselt goldner Staub,
   Mein Herz ist froh, dass es all dies heute sieht.
Vom Hohenstein seh' ich die Weser blinken,
   Ein Silberband im grünen Auental,
Freudentrunken beginn ich ihr zu winken,
   Ich schieß ein Foto, heute digital.
So wie der Tag bin ich auch wonnetrunken,
   Schon kühle Schatten wirft die weiße Wolke,
Noch ist die Sonne nicht versunken,
   Beim Picknick sitzt das müde Wandervolke.


 
Herbstwald Blick vom Hohenstein Licht und Schatten
 
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