© Roland, der alte Cherusker 2003

 
 
 

   Nationalpark Bayerischer Wald ...Tour und Kultur gehören seit einigen Jahren zum Herbstprogramm. Anstrengende Wanderungen mit ästhetischen Eindrucken zu kombinieren, stillt den Hunger von Körper und Geist. Im Annahof in Klingenbrunn fanden wir ein gemütliches Quartier. Die freundliche Wirtin, Anna Frischmann, versorgte uns mit Speis und Trank und mit nützlichen Tipps.

 
 

Das Panorama der Berggipfel vermittelt die endlose Weite der Wälder des bayrisch-böhmischen Grenzgebirges. Zahlreiche er- frischende Bergbäche und kleine Wasserfälle nehmen hier ihren Ursprung. Moränenwälle und der sagenzmwobende Rachelsee sind Zeugen der letzten Eiszeit, die hier vor 8.000 Jahren zu Ende ging.
Hochmoore und Auen sind Rückzugsgebiete für Überlebenskünstler des der Tier- und Pflanzenwelt. Drei unterschiedliche Waldtypen umfasst der Nationalpark: den Aufichtenwald in Tälern mit Kaltluftstau, den Bergmischwald mit Fichten, Tannen und Buchen und den bergfichtenwald ab 1.200 Metern im rauen Klima mit langen, schneereichen Wintern.
Sie beherbergen die typische Flora und Fauna der Bergwälder Mitteleuropas, darunter so seltene Arten wie den Uhu, verschiedene Spechte, den Sperlingskauz und den Auerhahn und den Luchs.
Infolge der besonderen klimatischen Bedingungen Mitte der 90er Jahre brachte der Borkenkäfer den alten Fichtenwald in den Hochlagen am Rachel und am Lusen zum Absterben. Doch aus dem Tod entseht neues Leben.

   
Das grüne Dach Europas

   Die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava (Böhmerwald) bilden das Herzstück des grünen Dachs Europas. Zusammen bilden sie sie mit über 900 km2 das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas

"Natur Natur sein lass" lautet das Motto. Und in der tat, nirgendwo zwischen Atlantik und Ural darf sich die Natur auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einem wilden Wald entwickeln.

 
Fotoimpressionen
 
Aufstieg zum Rachel
 

Der Aufstieg zum Großen Rachel begann am Gfäll. Nebelschwaden durchzogen den Wald. Es schienen sich alle Geister versammelt zu haben: die Baumgeister, die Berggeister, die murmelnden Bergbachgeister, die goldenen Blattfeen... Sie alle hüllten sich in Schweigen, nur meine Lunge und mein Herz waren auf dem Anstieg zu vernehmen. Idylle des Herzens und der Sinne.

Fichtenhochwald am Rachel

 

Rachelsee

Baumfriedhof

Der Große Arber
Gipfeleindrücke

Der Große Arber ist mit seinen 1556 Metern der höchste Berg des Bayerischen Waldes. An diesem Novembertag waberten vom her Tal die Nebel.

Doch der Berg lockte mich, versprach Sonnenschein. Glücklich schwebte ich am Gipfel über den Wolken wie ein Adler im Wind und genoss die Fernsicht bis hin zu den Alpen.



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