© Roland, der alte Cherusker 2002

 
 

   Tunesien - Afrika ...die feuchte Kälte in Norddeutschland und ein supergünstiges Reiseangebot vereinfachten die Fluchtpläne aus dem winterlichen Februar ins nördliche Afrika. Gleißende Sonne und angenehme Frühlingstemperaturen empfingen uns, als wir aus dem Flieger stiegen. Blaue und weiße Farben dominierten auf der Fahrt von Monastir nach Mahdia.

 
 

Die strahlend weißen Häuser mit ihren himmelblauen Türen und Fenstern wirken wie ein Antonym zum Firmamant über Tunesien. Auffällig auch die freundlichen Menschen als wollten sie sagen: "Herzlich willkommen lieber Tourist! Was können wir tun, damit du dich in unserem Land wohlfühlst?" Es muss doch etwas daran sein, dass in einem Sonnenschein reichen Land die Freundlichkeit des Zentralgestirns auf die Menschen abfärbt.
Es war, als bräche ein ganze Land auf: überall wurde gebaut - privat und geschäftlich. Und das südliche Gemüt verprach keine Eile. Wenn das Geld alle ist, wird erst einmal aufgehört. Manchmal dachten wir, da oder dort würden Bauruinen stehen. Doch im Erdgeschoss wurde gewohnt, während die zweite Etage auf den Weiterbau wartete. Selbstverständlich ist das nur möglich, wenn es keine einengenden Bauvorschriften gibt
Während wir in unserem Ferienort Mahdia flanierten, wurden wir fortlaufend in deutscher Sprache begrüßt. Wir fühlten uns, als spazierten wir über den eigenen Dorfanger. Und manchmal fragte auch jemand nach, wie es uns in ihrem Land wohl gefalle.

   
Tunesien

   Tunesien ist ein Land von fesselnder Schönheit, hier findet man Fremdartiges und Exotisches in Hülle und Fülle. Nicht weit von Europa kann man die Wüste der Sahara in all ihren Schattierungen kennen lernen. Dort trifft man Menschen, die sich an Trockenheit und extreme Temperaturen angepasst haben. Außerdem hat man die Chance, sich mit der Geschichte des Landes zu befassen und sich ein Bild von den religiösen Vorstellungen seiner Bewohner zu machen.
Tunesiens Süden ist eine Region, wo viele Einwohner noch vor einer Generation Nomaden waren und diese Lebensweise zum Teil noch heute zelebrieren.

 
Fotoimpressionen
 
im Land der Tuareg
 

Das Volk der Berber erhielt seinen Namen von den Römern, die alle Völker außer sich selbst und die Griechen als "Barbaren" (Wilde) bezeichneten. Als die Araber vor über 1300 Jahren die in Nordafrika lebenden Ureinwohner unterwarfen, übernahmen sie die Bezeichnung und nannten sie "Berber". Sie selbst bezeichneten sich als Volk Imazighen, das heißt "die freien Menschen". Nur von ihrer Sprache her sind die Berber als Volk zu sehen, obwohl es eine Vielzahl an Dialekten gibt. Die Berber leben vor allem im Atlasgebirge und in den Oasen südlich davon.


Tuareg Reiter

Die Tuareg sind die blauen Ritter der Wüste. Sie gehören zum Volk der Berber und leben vor allem in der westlichen Sahara. Früher waren sie die Führer der Karawanen durch die Wüste und beherrschten den Salzhandel. Heute lebt nur noch jeder zehnte Tuareg als Nomade. Die Tuareg haben noch viele Traditionen in ihrem Alltagsleben bewahrt. Bei ihnen tragen die Männer und nicht die Frauen einen Gesichtsschleier. Ganz außergewöhnlich für den islamischen Glauben ist es, dass nur die Frauen erben dürfen und sie sogar ihren Ehemann auswählen. Früher waren die Tuareg das mächtigste Volk der Wüste. Sie lebten als Nomaden von der Ausbeutung von Oasenbauern. In der größten Not überfielen sie ihre Nachbarn.

Kasbah-Museum in Sousse

Sonnenaufgang im Schott el Djerid

Auch die Umwelt braucht Erholung

  • Wasser ist in Tunesien ein kostbares Gut. Bitte sparsam damit umgehen und nicht unnötig verschmutzen!
  • Energie sparen sollte man auch im Reiseland. Je weniger Energie vergeudet wird, desto weniger Rohstoffe werden verbraucht.
  • Abfälle sollten vermieden werden. Achtloses Wegwerfen von Abfällen auf Ausflügen machen aus dem schönsten Urlaubsland bald eine Müllkippe.



  • Pflanzen und Tiere und deren Lebensräume bedürfen unseres besonderen Schutzes. Bitte auf verbotene Souvenirs wie Muscheln, Korallen und ausgestopfte Tiere verzichten.
  • Andere Leute, andere Sitten. Respektvolles Verhalten trägt dazu bei, dass Kultur und Eigenart eines Landes erhalten bleiben.

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