© Roland, der alte Cherusker 2003

 
 

   Im Herzen Deutschlands liegt ein kleines Gebirge, das in jeder Beziehung außerordentlich ist: der Kyffhäuser. Einmal im Jahr treffen sich der alte Cherusker und sein Bruder Bofinger zu einer gemeinsamen Wanderung. Zeit für Gespräche, Zeit für Meditationen, Zeit, die Gifte aus den Körpern zu vertreiben. Der kalte Dauerregen an einem Novemberabend des ersten Tages konnte die Freude über das Wiedersehen nicht wegspülen.

 
 

Der Kyffhäuser ist in ganz Deutschland bekannt durch die Legende vom eines fernen Tages wiederkehrenden Kaiser Barbarossa. Mit etwa 60 km2 ist es das kleinste Mittelgebirge in Deutschland. Geologisch ein Pultschollengebirge, hebt es sich wie eine Insel aus der imliegenden Auenlandschaft empor. Markant ist besonders die mit 300 m steil abfallende Nordseite zur Goldenen Aue, einem weiten fruchtbaren Tal zwischen Kyffhäuser und Harz. Von Süden, der Diamantenen Aue, steigt das Gebirge sanft an und erreicht den Kulpenberg, die mit 473 m NN höchste Erhebung des Gebirges. Im Regenschatten des Harzes bleiben die Niederschläge recht gering. Lokalklimatische Unterschiede, starke Reliefgliederungen und geologische Besonderheiten ließen in dieser Landschaft ein bemerkenswerte Flora und Fauna entstehen. Insbesondere im Südwesten des Gebirges entwickelte sich eine steppenähnliche Flora. Klima, anliegender Gips und das auslaugende Wasser schufen hier eine Karstlandschaft mit mediterraner Flora.

Zur Erhöhung der Artenvielfalt tragen die vorkommenden Solequellen bei. Geringe Umweltschäden, unberührte Täler und höhen bieten beste Voraussetzungen für das Gedeihen einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Der Kyffhäuser ist als Naturpark ausgewiesen.

   
Aus der Kyffhäuser Sage

   Kaiser Friedrich der Rotbart unternahm einen Kreuzzug in das heilige Land, dieses den Türken zu entreißen, von dannen er nicht wieder heimkehrte. Und bald daruaf entstand im Volk mancherlei Gerücht und Sage, dass er nicht, wie doch die Kunde war, gestorben sei, sondern noch lebe und wiederkommen werde. So wurde gesagt, er sei in einen Berg verzückt und geabnnt. Manchen nenen den Unterberg bei Salzburg, andere einen Felsen bei kaiserslautern, darin der Kaiser sitzen soll. Am meisten aber wird der Kyffhäuser als soclher Berg genannt. Da hinein soll er sich selbst verflucht haben mit seiner Tochter und allem Hofgesinde bis zur Zeit seiner Wiederkehr. Da sitzt er nun im Bergschloß, umgeben von seinen Wappnern, in einer glänzenden Halle, an einem güldenen Tisch und trägt aufseinem Haupt eine alte güldene Krone...

Ludwig Bechstein - Thüringer Sagenbuch 1836

 
Fotoimpressionen
 
Königspfalz Tilleda
 

Die ständig umherreisenden deutschen Könige und Kaiser benutzten ihre über das Reich verteilten Pfalzen als zeitweilige Residenzen. Als einzige derartige Anlage wurde Tilleda zwischen 1935 und 1979 vollständig ausgegraben und steht exemplarisch für eine Pfalz des 10. bis 12. Jahrhunderts.

Im Freilichtmuseum sind die wesentlichen Teile der Anlage aus verschiedenen Stufen der baulichen Entwicklung in teilrekonstruierter Form zu sehen. Weitere Aspekte veranschaulichen Ausgrabungsfunde sowie Schrift- und Bildquellen in den Ausstellungshäusern.


Grubenhäuser aus der ottonischen Zeit

Auf dem heute weitgehend freien Gelände der Vorburg standen ehemals etwa 50 Grubenhäuser. Diese in den Boden eingetieften Bauten wurden vorwiegend als Werkstätten genutzt.

Durch das Tor im Vorderwall gelangten wir in die Mittelburg und zur mächtigsten Befestigung - dem Hauptwall. Reste des backofens und eines Grubenhauses stehen für Nebengebäude. Daneben befand sich ein repräsentatives Steingebäude und ein wohnlicher Saalbau mit Fußbodenheizung. Daneben existierte noch eine Kapelle mit einem Turm.

Ehrstaunlich, was die mittelalterlichen Baumeister alles zu wege brachten...Ein Blick zurück durch das Tor des Hauptwalls offenbarte das imposante Kyffhäuser-Denkmal, als hätten die alten Kaiser es schon geahnt, was viele Jahrhunderte später entstehen würde.

Bofinger wirft den Grill an

viel Spaß beim Grillen im Regen

Regeln im Naturpark
  • Der Verkehr mit Motorfahrzeuegn ist nur auf den ausgewiesenen Straßen gestattet.
  • Parken ist nur auf eigens dafür ausgewiesenen Parkflächen gestattet.
  • Das Zelten und Abstellen von Wohnmobilen ist nicht gestattet.
  • Das Eindringen, Stören oder gar Zerstören der Lebensräume der Tiere ist charakterlos und außerdem verboten.


  • Geschütze Pflanzen nicht pfücken oder sammeln.
  • Das Entfachen von Feuern ist strengstens verboten.
  • Bitte den gekennzeichneten und eigens präparierten Wegen und Pfaden folgen, Abkürzungen sollten vermieden werden.

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