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Heute wird in Kyrgyzstan nicht mehr ernsthaft diskutiert, ob der kapitalistische oder der kommunistische Weg zu bevorzugen ist. Diese Entscheidung wurde bereits 1991 getroffen, als Kyrgyzstan seine Unabhängigkeit erklärte.

Die Auflösung der Sowjetunion und die Probleme der Umstellung von Plan- zu Marktwirtschaft zogen eine schwerwiegende Wirtschaftskrise nach sich. Durch die Hochgebirgslage ist nur knapp die Hälfte des Landes ackerbaulich nutzbar. Für die Landwirtschaft haben Schaf-, Ziegen-, Yak- und Rinderzucht die größte Bedeutung. Angebaut werden meist Kartoffeln, Zuckerrüben, Baumwolle, Getreide und Tabak. Förderwürdige Bodenschätze sind Kohle, Erdöl, Erdgas, Quecksilber, Antimon, Gold und Bunterze.

In der Industrie dominieren Bunterzverhüttung, Maschinenbau, elektrotechnische sowie Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Am Issyk-Kul besteht aufgrund zahlreicher Mineral- und Thermalquellen ein bedeutendes touristisches Potential. Exportiert werden Maschinen, Produkte der Leichtindustrie und Lebensmittel. Wichtige Importgüter sind neben Maschinen und Brennstoffen auch Nahrungsmittel und chemische Produkte. Haupthandelspartner sind die GUS-Staaten und China.

In der Republik wurde versucht ein günstiges Investitionsklima zu schaffen. Westliche Investoren versprachen etwa 800 Millionen Dollar in Kyrgyzstan direkt zu in investieren. Zu den großen Investoren gehören Firmen aus den Kanada und den USA. Das Goldgrubenprojekt Kumtor zur Erschließung der dortigen Goldbestände von 514 Tonnen wird auf 360 Millionen Dollar veranschlagt und schuf Arbeitsplätze für mehrere tausend Fachkräfte, zog aber auch Umweltprobleme nach sich.

Trotz allem gilt es noch wesentliche Nachteile in den Bereichen Infrastruktur, Produktivität und Umwelttechnik auszugleichen. Kyrgyzstan zählt, laut einer Studie des IWF, zu den ärmsten und zu den am wenigsten bekannten Ländern der Erde.