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Die kirgisische Kultur ist stark vom Islam und noch stärker von der Natur beeinflußt. Zu den ältesten Kunstdenkmälern gehören Moscheen, Minarette und Mausoleen. Die bildende Kunst Kyrgyzstans ist seit jeher eng an das Leben und die Bräuche der Nomaden gebunden. Sie fand ihre Ausprägung zumeist an Hausrat, Waffen oder Schmuck.

Das Hochgebirge stimmt auf reine, erhabene Gedanken ein. Der Wasserspiegel eines kristallklaren Sees fordert auf, ihm einen Blick zu schenken. Die Blumen- und Grasteppiche bieten dem erschöpften Körper die Möglichkeit sich auszuruhen. All diese Naturgegebenheiten finden ihren direkten Niederschlag in der Folklorekunst. Wie feinfühlig muß man Natur als solche wahrnehmen und welchen künstlerischen Geschmack muß man besitzen, um Meisterwerke aus bescheidenen Materialien herzustellen, die dem Blick und der Seele verschiedener Generationen Freude bereitet.

Fast alle Gegenstände der angewandten Kunst sind für das kirgisische Haus - die Jurta - bestimmt, sie ist die Wiege der Kirgisen. Die wichtigsten Element der Jurta sind die Wand- und Bodenteppiche. In ihnen konzentriert sind Pracht und Vielfalt der nationalen Muster, die Freude und Wärme vermitteln. Häufig werden sie von den Hausfrauen selbst aus Filz, Faserstoffen, Wolle, Federgras und Seide. Die Ornamente haben ihren Ursprung in der Bronzezeit, wurde jedoch im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder erneuert und ergänzt. Ihre einzelnen Elemente sind der Pflanzen und Tierwelt der Nomaden entlehnt. Wichtigstes Element ist der "Kotschar" - ein stilisiertes Widderhorn.