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Deutschland ist eine der führenden Industrienationen der Erde. Seit den 60er-Jahren entwickelten sich die Verdichtungsräume Rhein-Main, Rhein-Neckar, München, Nürnberg-Erlangen und Stuttgart als Standorte zumeist wachstumsstarker Industriezweige (Chemie, Elektrotechnik/Elektronik, Maschinenbau, Kfz-Bau) deutlich schneller als die übrigen Teilräume, die norddeutschen Küstenländer, ausgenommen Agglomerationsräume um Hannover, Hamburg, Bremen, ebenso wie NRW nur noch unterdurchschnittlich. Die Wirtschaft der östlichen Bundesländer beruhte bis 1989 vorwiegend auf staatlichem und genossenschaftlichem Eigentum und einem weitgehend zentralistisch gelenkten Mechanismus der Planung und Leitung. Nach der Wende gingen hier im Verlauf des übergangs zur sozialen Marktwirtschaft zahlreiche Industriebetriebe und Arbeitsplätze verloren, vielerorts entstanden auf bereinigten Industriebrachen und neuen Gewerbegebieten leistungsstarke Unternehmen (z. B. in Leuna, Schkopau, Eisenach, Zwickau-Mosel, Dresden u. a.).

Zur Entstehung des BIP 1997 trugen Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei nur noch zu 1,1 % bei. Angebaut werden Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Zuckerrüben, Futterrüben, Kartoffeln, Hopfen, diverse Gemüsesorten, Obst und Wein. Bergbau, Energiewirtschaft, verarbeitende Ind. und Baugewerbe erbrachten 1997 33,1 % des BIP, Dienstleistungen 65,8 %. Abgebaut werden Stein- und Braunkohle, Schwerspat, Stein- und Kalisalze. Traditionelle Bedeutung besitzen Glasindustrie (Thüringer Wald, Jena), Keramikindustrie (Meißen), Spielwarenindustrie (Erzgebirge, Thüringer Wald) und Rauchwarenindustrie (Leipzig).

Am industriellen Gesamtumsatz gemessen ergibt sich folgende Reihenfolge: Maschinenbau, Nahrungs- und Genussmittelindustrie, chemische, elektrotechnische Industrie, Mineralölverarbeitung sowie Textil- und Bekleidungsind. Wichtigste Exportprodukte sind nichtelektrische Maschinen, Fahrzeuge, chem. Erzeugnisse, elektr. Maschinen, Apparate und Geräte, Eisen und Stahl, Garne, Gewebe, Textilwaren, Bekleidung, Kunststoffe und Kunstharze.

Das Eisenbahnnetz betrug (1997) 44823 km (davon 18 866 km elektrifiziert; seit 1998 zunehmend Stilllegung unrentabler Strecken), das Straßennetz des überörtl. Verkehrs hatte (1997) 231076 km (11309 km Autobahnen). Wichtigste Binnenwasserstraße ist der Rhein, seine wichtigsten Binnenhäfen sind Duisburg, Karlsruhe, Köln, Ludwigshafen am Rhein, Mannheim. Größte überseehäfen sind Hamburg, Wilhelmshaven, Bremische Häfen, Lübeck, Rostock. Größte Flughafen sind Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn.