das volk
arminius
der sieg
 
 

Der Cheruskerfürst Arminius (ca.18 v.Chr.-19 n.Chr.)war die Seele des Widerstand der Cherusker gegen die Römer. Deutsche Nationalisten feierten im 19.Jahrhundert Arminius unter dem (falschen) Namen Hermann als Nationalhelden, weil er die Germanen von der römischen Herrschaft befreit hatte. Arminius stand im Dienst der römischen Armee (1-6 n.Chr.) und erhielt für seine Verdienste das römische Bürgerrecht und die Ritterwürde. Bei seiner Rückkehr in seine Heimat um 7 n.Chr. fand er jedoch sein Volk vom römischen Statthalter Publius Quintilius Varus unterdrückt vor und geriet in Opposition zu Rom. Arminius organisierte daraufhin den Widerstand einiger germanischer Fürsten, vernichtete 9 n.Chr. ein römisches Heer unter Varus in der Schlacht im Teutoburger Wald und zwang die Römer damit zum Rückzug an den Rhein. Varus beging nach der Niederlage seiner Legionen Selbstmord. 15 n.Chr. fielen die Römer unter Germanicus wieder in Germanien ein und besiegten Arminius 16 n.Chr.; als Germanicus jedoch nach Rom zurückbeordert wurde, erreichte Arminius schließlich wieder den Abzug der Römer. Seit dieser Zeit wagte es kein römisches Heer mehr, in das Innere Germaniens einzudringen. Nach der Vertreibung der Römer kam es unter den germanischen Stämmen zu Zwistigkeiten, in deren Verlauf Arminius von Verwandten ermordet wurde. Nahe der Stelle, an der Arminius seinen Gegner Varus besiegte, wurde 1875 eine riesige Statue von Arminius, das Hermannsdenkmal in Detmold, errichtet.