minifamilie
sascha
daniel
die eltern
kurt
grosseltern I
grosseltern II
bruder I
bruder II
schwester
neffen und nichten
 

Es war Liebe auf dem ersten Blick, als der Bäckergeselle Robert seine Gertrud kennenlernte. Und zur Hochzeit 1933 brauchten die beiden noch das Einverständnis des Brautvaters.

Inflation, Hunger, Krieg, Gefangenschaft, Flucht aus Schlesien. Viel haben die beiden mitgemacht, und das hat ihre Liebe zusammengeschweisst. Doch viel zu früh verstarb unser Opa an den Spätfolgen des Krieges.

Doch unsere Oma war immer noch für uns da. Sie ist heute 88 Jahre alt und kann auf das vergangene Jahrhundert zurückblicken.

Als der alte Cherusker geboren wurde, warf Grossvater Robert seine Mütze vor Freude in die Luft. In der idyllischen Umgebung eines Bördedorfes wuchs der alte Cherusker fast bei seinen Grosseltern auf. Und als er dort nicht mehr wohnt, besuchte er sie so oft es ging. Dort konnte er sich austoben, Schiffe mit vielen Segeln bauen, den Schweinestall tünchen und das Fahrrad der Grossmutter grün anmalen.

Später, als Opa gestorben war, half er der Oma, das Wasser in die Wohnung zun bringen, Kohlen aus dem keller zu holen, Holz zu hacken, auf dem Feld zu arbeiten. Und oft saßen die beiden zusammen und spielten Karten wie zwei alte.

Und noch einmal nahm die Großmutter den alten Cherusker auf: 1990 als er den Weg in den westen suchte, gab sie ihm Kost und Logies, versorgte seine Familie. Sie ist eine Frau, die immer Liebe gab, so lange sie konnte.