minifamilie
sascha
daniel
die eltern
kurt
grosseltern I
grosseltern II
bruder I
bruder II
schwester
neffen und nichten
 

Kinderhochzeit sagte man damals auf dem Dorf, als sich Hannelore und Peter 1958 das Ja-Wort gaben. Der alte Cherusker war ja dabei, doch war er damals weder alt noch Cherusker.

In fast vierzig Jahren Jahren wuchs die Familie nicht nur in die Breite sondern auch zusammen. Und sicher wäre das Glück von Eltern, Kindern und Großkindern noch perfekter gewesen, hätte Gevatter Tod nicht beschlossen, unseren Vater zu sich zu holen.

Doch Mutti ist immer noch für alle da. Und die Gedanken unseres Vaters leben in uns Söhnen fort.

Brief meines Vaters an uns Söhne (ca. 1970)

Liebe Kinder, heute haben wir seit langem wieder schönes Wetter. Deshalb haben wir öfter am Fenster gestanden, um die Sonne zu sehen, die die dicken Scheewolken von heute nacht wegggejagt hat. Da habe ich auch etwas Lustiges beobachten können.
Unten auf dem Weg hüpfteganz lustig ein kleines braunes Eichhörnchen und suchte etwas zum Fressen. Dam kam plötzlich eine schwarz-weisse Elster und wollte auch etwas. So haben sich die beiden gezankt. Einmal ist das Eichhörnchen schnell auf einen Baum gehüpft. Als es wiederkam, ist die Elster ein Stück weggesprungen. In einem Augenblick sassen die beiden einträchtig auf dem Rand eines papierkorbes. Dann aber hat das Eichhörnchen nicht mehr mitgespielt und ist woandershin gesprungen, wo ich es nicht mehr sehen konnte. Deshalb ist meine kleine Geschichte auch schon zu Ende.
Diese geschichte habe ich erlebt und erzähle sie euch, weil mir mutti am Telefon erzählt gesagt hat, dass ihr artig ward. Viele liebe Grüsse sendet euch euer Vati.